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sui generis
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Blog Title: sui generis

About me, my life, my mac and the attempt of writing my thesis.

Blog Details

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Last update: 2008-07-31 17:47:18 GMT
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Latest Posts

ich & mein intellekt

Trotz zweier Papiere die mir bescheinigen dass ich eine höhere Ausbildung genossen habe - nämlich mein Abiturzeugnis und meine Magister-Urkunde - fühle ich mich die meiste Zeit eigentlich eher… doof. Ich weiß zwar dass ich nicht doof bin - aber da ich irgendwie die herausragende Fähigkeit habe, mein Wissen eher für mich zu behalten, stehe ich immer mauloffen vor jenen die aus dem Stand heraus Mini-Referate halten können. Das solche Leute des öfteren lebens- und weltfremde Bücherwürmer & Fachidioten1 sind, übersehe ich meistens geflissentlich. Manchmal wünschte ich, ich wäre auch so. Den ganzen Tag in der Bibliothek sitzen und Wissen anhäufen, und hinterher den Leute wortgewand und mit vielen Fremdwörtern nicht erklären was man denn so weiß.

Ich bin nicht so. Aber auch ich gehöre zu den Leuten denen man ein Schild um den Hals hängen kann auf dem steht: “knows pretty cool stuff”. Ich kann es vielleicht nicht so druckreif ausspucken, aber dafür kann ich es auch so erklären, dass es ein einfacheres Gemüt versteht. Vielleicht ist das eine viel größere Leistung als wenn man andere Fachidioten beeindrucken kann? *hoff*

Kürzlich hatte ich zwei Erlebnisse wo ich mich selbst überrascht habe. Einmal habe ich einem Basler erklärt warum seine Fasnacht und die Karneval in Köln gemeinsame Wurzeln haben und das andere Mal klickten wie von selbst Rädchen in einander und mein Hirn produzierte eine lange Argumentationskette. Mit lauter Wissen von dem ich garnicht mehr wusste das ich es habe. Ha! Reingelegt vom eigenen Hirn. Ein feines Früchtchen habe ich in meinem Oberstübchen.

Nachdem ich mir quasi nun selber bewiesen habe dass doch iiiiirgendwas von meinem Studium hängen geblieben ist, fühle ich mich ein klitzekleines bisschen besser. Und kann mich mit etwas mehr Selbstsicherheit als Kulturwissenschaftlerin bezeichnen. Und irgendwann auf diesen akademischen Titel doch stolz sein.

  1. Ich will hier niemandem zu nahe treten, aber ich hatte ein paar Erfahrungen die diese These prima untermauern.
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burning down the comfort zone

grabbed

Okay. Ich muss ein Geständnis machen - vor mir selbst. Ich bin ein tiefes, tiefes Loch gefallen. So tief wie seit… 20031 nicht mehr. Oder vielleicht bin ich aus diesem Loch auch nie wirklich herausgekommen. Ich weiß es nicht. Ich weiß dass ich seit 2004 - als ich beschlossen hatte dieses unglückseelige Studium mit einem Abschluss zu beenden, koste es was es wolle - unter einem immensen Druck stand. Zum Teil von mir selbst erzeugt, zum Teil von anderen. Und möglicherweise rächt sich jetzt dieses “koste es was es wolle” in ungeahntem Ausmaß, jetzt da der Druck der die Dinge zusammenhielt, weg ist.

Ich hatte damals nicht den Mut aus einer Sache auszusteigen, bis es zu spät war. Wenn man quasi scheinfrei ist, zieht man nicht mehr die Notbremse. Wenn ich gewußt hätte dass im Nachspiel dieses Projekts sämtliche alten Niederlagen & seelischen Verletzungen die ich seit dem Kindergarten einstecken musste, wieder hochkommen, wäre ich glaube ich lieber in das eiskalte Wasser des Studiumabruchs gesprungen, auch wenn meine Mutter mir immer die Frage nach dem “Und was machst du dann?” stellte. Aber das weiß ich ja jetzt immer noch nicht. Und ich kann auch auf diese Urkunde nicht mit dem Stolz schauen mit dem andere Leute meinen dass ich es tun sollte.

Und dieses “nicht wissen was” zusammen mit dem ultimativen Loser-Gefühl saugt den letzten Tropfen Energie aus mir heraus. Ich bin lebendig, ja - aber ich lebe nicht. Einen Schritt zu tun, egal in welche Richtung, erschien mir diese Woche unmöglich. Zeitweise kam es mir so vor als wäre mein eh schon überbeanspruchtes Stehaufmännchen endgültig kaputt.

Ist es nicht. Weil es Menschen gibt die es wieder zusammenkleben, mein Händchen halten und wenn notwendig mir auch heftig den Kopf waschen und in den Hintern treten. Dankeschön. :) Das rückt die aus den Angeln gehobene Welt wieder zurecht. Sie haben mir gezeigt dass…

… es den perfekten Job nicht gibt, auch wenn ihn jeder gerne hätte.
… alleine zuhause herumsitzen unglücklich macht.
… man ab und an auch mal in eine andere Richtung schauen muss, um das Ziel wieder zu sehen.
… es überwältigt von Null auf Hundert gehen zu wollen und kleine Schritte einen genauso ans Ziel bringen.

Nach der schmerzhaften Einsicht dass ich das eine nicht machen kann2 aus Gründen die ich hier nicht näher erläutern möchte, ich aber trotzdem meinen Idealismus und mein Bedürfnis irgendwas zu Verändern in meine Zukunft einbringen möchte3, werde ich nun aller Wahrscheinlichkeit nach in eine völlig andere Richtung gehen. Eine die ich bisher zwar nicht so deutlich auf dem Schirm hatte, aber mich schon wesentlich länger4 ein Teil von mir als diese Aufräumgeschichte: Umwelt- und Naturschutz. Ein weites und hochinteressantes Feld, und ich bin mir sicher dass ich dort irgendwo ein Eckchen für mich finden werde. Und mein Hauptfach vielleicht auch noch einbringen kann, dann war das Studium doch nicht ganz umsonst.
Das bedeutet nur aus diesem Trägheitskokon der mich seit Monaten umschließt herauszukommen. Meine “Comfortzone” zu verlassen, Dinge zu tun mit denen ich leichte Schwierigkeiten habe… wie zum Beispiel mich bewerben, bei Leuten anrufen die ich nicht kenne und ja, mich zu “vermarkten” um ein Praktikum oder einen Job zu bekommen. Uah. Panik! Angst! Will nicht! Aber ich muss. Und vielleicht kommt ja aus dem Kokon auch ein schöner Schmetterling heraus.

Jetzt hoffe ich nur, dass diese Miniflamme Energie und Zuversicht nicht gleich wieder erlischt. Dann komme ich vielleicht auch besser mit den gruseligen Geistern der Vergangenheit klar.

  1. In diesem Jahrhundertsommer erlebte ich zum ersten Mal was es heißt, eine Beziehung zu beenden. Nicht schön. Gar nicht schön.
  2. Das Selbstständigkeitsding
  3. Weil ich den Gedanken ein “nutzloses” Leben zu führen einfach nicht ertrage - aber das ist ein anderes Blogpost welches es noch zu schreiben gilt
  4. Seitdem ich in der Grundschule den Tierfreund gelesen habe…
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recovering tomboy

the boy in me
Ich bin kein Mehdchen-Mädchen. Ich hab lieber mit Matchbox-Autos als mit Puppen gespielt, ziehe Jeans Röcken definitiv vor und meine Lieblingsschuhe sind meine Wanderstiefel. Make-up habe ich bisher höchstens zu besonderen Gelegenheiten mir ins Gesicht gepinselt. Zum einen, weil ich nicht irgendwann eine von diesen Frauen werden wollte, die nicht mal ohne Lippenstift zum Briefkasten gehen kann, und mir dieser Terz um Schönheit und ewige Jugend ziemlich auf den Wecker geht. Schönheit ist für mich etwas, das man sich nicht ins Gesicht pinseln kann. Sie ist eine Frage von innerer Haltung und Ausstrahlung, aber bestimmt nicht abhängig von Farbe im Gesicht.

Allerdings - Meinung ist wie so vieles auch eine Frage des Blickwinkels. Und ich habe meine Meinung über Make-up gestern gründlich revidiert. Make-up kann, aber muss nicht nur die Maske sein mit der man im Zirkus der ewig Jungen mitmischt. Meine Panik, dass ich zur Tussi werde, nur weil ich Lipgloss besitze, ist unbegründet. Wie Kleidung auch, kann Make-up Ausdruck der eigenen Persönlichkeit sein - jenseits von Trends und Moden. Also bin ich heute in die Stadt gefahren um mein Arsenal an Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. Ich hab jetzt nicht nur braunen und apricotfarbenen Lidschatten, sondern auch goldenen, grünen, dunkelgrauen und lilafarbenen. Und einen Eyeliner… der mir vorhin das Gefühl gab wie ein Sprössling von The Cure auszusehen. Great. Weit aus einfacher aufzutragen war der Lipgloss, der mir an mir sogar richtig gut gefällt. So gut, dass ich ihn auch zum Briefkasten anziehen würde. :wink: Und weil Make-up viel mehr Spass macht, wenn man damit herumspielt, musste ich das natürlich tun. Und das Ergebnis dann fotografisch festhalten.

ancient movie star

close & closer

Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass ich auch in Zukunft nicht jeden Morgen Stunden im Bad verbringen werde, aber ein bisschen länger vielleicht schon.

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sanitätskasten k50

sanitätskasten K50

Ta-dah. Besagte Holzkiste vom letzten Sonntag. Ich hoffe ich stolpere erst wieder wenn ich eine größere Wohnung habe über die nächste tolle Holzkiste, sonst wird es echt eng. *seufz* Aber an dem Sanitätskasten konnte ich wirklich nicht vorbei gehen. Schon garnicht wenn man ihn umsonst kriegt. Schaut er von außen auch recht unscheinbar aus - um nicht zu sagen ziemlich fertig - offenbart er seine wahren Talente, wenn man ihn aufmacht.
Sesam öffne dich:
sanitätskasten K50

Uuuuuuuuuuuui.
Deswegen wollte ich ihn haben. Die perfekte Lösung für so eine Kreativtätsbestie wie mich. Da geht nun wirklich alles mit Ausnahme der Nähmaschine rein - und noch viel mehr.
Klitzekleiner Nachteil… mein inneres Maßband müßte dringend mal geeicht werden, denn mir kam die Kiste wesentlich kleiner vor, als ich sie das erste Mal gesehen habe. Nun habe ich hier noch so ein Holzmonster rumstehen, dabei wollte ich doch weniger anstatt mehr Gegenstände in der Wohnung haben. Ich bin inkonsequent. Zum Glück? :wink:

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oh, the good times

Raclette - ich mochte weder Käse noch Kartoffeln… bis man mir Raclette vorsetzte.
Scooby Doo - Ein Danke an Hanna & Barbera für die beste Cartoonserie der Welt, die mich aus jedem Stimmungstief ziehen kann.
Ueli & Unser Bier - Mit der richtigen Grundlage (siehe: Raclette) kam auch ich in den Genuss mal mehr als ein Glas drinken zu können.1 Und zu der Erkenntnis, das Bier tatsächlich unterschiedlich schmeckt.
Bier in Türmen - Man besuche den Lällekönig in Basel und bestelle einen “Tower”… dann kriegt man 3 (oder 5) Liter Bier in einer Plexiglassäule mit Zapfhahn.
K50 - Wenn alles glatt läuft habe ich irgendwann nächste Woche eine alte2 Sanitätskiste, in der dann mein gesamter Bastelkram passt. Es fällt mir gerade schwer, geduldig zu sein.
Maß nehmen - Die Fasnacht rückt näher und ich werde zum ersten Mal nicht auf der Zuschauerseite stehen. Und weil man dafür ein Kostüm braucht, wurde ich am Freitag vermessern. Uiuiui. Ich glaube, ich sollte auch langsam anfangen, meine Kondition zu trainieren… ich werde an diesen 3 Tagen viel laufen und sehr wenig schlafen.
Alpenblick - Sehr nette Bar in Kleinbasel. Und sie haben Almdudler. Und alkoholfreie Cocktails *heart*
  1. Boy, I am such a cheap date.
  2. Die ist schon fast antik…
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dreiviertelsvegetarier

carrots!

Ich habe gerade meine Essgewohnheiten untersucht und festgestellt, dass ich quasi ein halber Vegetarier bin. Ohne mir großartig Mühe zu geben. Ich esse einfach gern Gemüse. Fleisch ist mir für eine Person meistens zu aufwendig. Wurst auf’s Brot esse ich selten, weil ich zum Frühstück Müsli esse und abends warm1 Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich keine 100%ige Vegetarierin sein möchte - dazu esse ich zu gerne ein saftiges Steak und auf den unglaublich leckeren Schweinebraten meiner Mutter möchte ich auch nur ungern verzichten. Mal ganz abgesehen davon dass ich dann sowohl meine Eltern wie die Eltern meines Freundes2 dazu zwingen würde mir ständig eine “Extrawurst” zu braten. Muss nicht sein. Leben ist schwierig genug, ich muss weder meines noch das von anderen Leuten noch komplizierter machen als es schon ist.

Ich bin gerade stolz auf mich dass ich es in letzter Zeit geschafft habe, tatsächlich sowas wie eine ausgewogene Ernährung hinzubekommen. Ich habe es sogar geschafft, einmal die Woche Fisch zu essen. Mir ist aber klar dass ich eigentlich weder Fisch noch Fleisch bräuchte, um mich gesund zu ernähren. Wahrscheinlich wäre es allein schon deswegen gesünder, weil ich dann keine Schadstoffe aus dem Meer und keine Antibiotika und Wachstumshormone aus dem Fleisch zu mir nehmen würde. Vielleicht sollte ich den Hebel ein bisschen weiter schieben und meine Kuhmilch für den Tee und das Müsli einfach mit Sojamilch ersetzen und die von mir sowieso schon selten verwendeten Eier ganz weglassen oder mit Ersatzzutaten experimentieren. Etwas was auf meinem Speisezettel momentan auch noch sehr zu kurz kommt ist Getreide - wenn ich es nicht in Brot- oder Müsliform zu mir nehme - und so Dinge wie Bohnen und Linsen. Genug Raum also um neue Sachen auszuprobieren.

Jetzt wollte ich gerade noch schreiben dass ich niemand sein will, der irgendwelche moralischen oder ideologischen Argumentationskeulen schwingt - nur da musste ich feststellen dass ich so oft Leute äußert unbequem darauf aufmerksam mache, dass sie sich mit wenig Aufwand wesentlich umweltschonender verhalten könnten dass es wahrscheinlich keinen Unterschied machen würde, wenn ich ihnen auch noch ihre Essgewohnheiten vorhalten würde.3 Aber moralische Keulen waren eigentlich nicht Sinn dieses Eintrags.

  1. Ich esse nur 2mal am Tag… hat sich irgendwie so eingebürgert.
  2. Oder alle anderen die mich zum Essen einladen.
  3. Eek. Wie kommt es eigentlich dass es manchen Leuten Spass macht mit mir befreundet zu sein?
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kakao mit marshmallows

sterne

Heute ist hier so typisch Betzenhausener Novembertag: Milchig grau und so nebelig dass der Telekom-Turm in der Linné-Straße sich in Luft aufgelöst zu haben scheint - und normalerweise ist er vom Krähennest1 aus prima zu sehen. Die Straßenbahnen scheinen heute mit Schalldämpfern zu fahren und auch sonst ist auf der Kreuzung irgendwie nix los. Mein Energielevel ist irgendwo im Minusbereich, meine Laune seit gestern auch2 und dewegen habe ich mir beim Supermarkt Dinge eingekauft, die ich sonst nie einkaufe: Chips, Popcorn-Mais und… Marshmallows. Besonders letztere kann ich eigentlich absolut nicht ausstehen. Zu süß, zu weiche Konsistenz, zu merkwürdig… Aber ich werde jetzt gleich was ausprobieren, vielleicht ändert dass meine Meinung ja: Kakao mit Marshmallows. Ich hab zwar nur noch Caotina blanc, aber da die langsam weg muss, wird sie jetzt dafür “missbraucht”.

Im übrigen habe ich so unglaublich abartige Lust auf Weihnachten… ich könnte heute schon anfangen die Wohnung zu dekorieren. Es hat eine Weile gedauert bis ich dahinter kam, woher diese absurde Lust auf Sterne, Lichter und Halleluja kommt: Letztes Jahr ist Weihnachten ja quasi ausgefallen für mich und ich hatte auch nicht die Nerven dazu. Kommt jetzt wohl dafür doppelt und dreifach so stark zurück.

So, ich ersticke jetzt meine schlechte Laune mit Chips, Marshmallow-Kakao, Popcorn und… “What’s new Scooby Doo?”

  1. Ich habe beschlossen meine Wohnung nun so zu nennen.
  2. Da hatte ich etwas was man wohl getrost als Nervous Breakdown bezeichnen kann.
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10 mal dankbarkeit

weiße baumnymphe

Ich bin diese Woche dankbar dafür…

… dass ich zweimal Holiday on Ice schauen durfte.
… dass beides Mal meine Dienste als Sanitäterin nicht benötigt wurden.
… dass der Caterer am Freitagabend uns ein paar von den übriggeblieben belegten Brötchen zugesteckt hat.
… dass ich ein paar Dinge mit meiner besseren Hälfte klären konnte.
… dass ich genug zu essen, zu trinken und ein warmes Bett hatte.
… dass ich in Freiburg mitten in der Nacht herumradeln kann ohne Angst haben zu müssen.
… dass die weltbeste Freundin eine Wohnung gefunden hat und nun nicht mehr “obdachlos” ist.
… dass meine Bubikopf-Ableger angewachsen sind
… dass gewisse neue Erdenbürger ihren Eltern sehr viel Freude und Glück bereiten.

Wofür seid ihr dankbar?

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wertschätzung

three

Ich verfolge seit 2 Monaten eine Geschichte, die mich sehr sehr nachdenklich gemacht hat. Eine junge Frau, gerade 27 Jahre alt, vierfache Mutter und Bloggerin stürzt im August in einem Kleinflugzeug ab. Das Flugzeug fängt Feuer und sie verliert 85% ihrer Haut durch Verbrennungen dritten Grades (Wikipedia Link. Achtung, gruselige Fotos!). Die allermeisten Menschen sterben an solch schweren Verletzungen - weil ohne Haut ist unser Körper schutzlos was Infektionen und Flüssigkeitsverlust angeht. Stephanie lebt. Nach zwei Monaten im künstlichen Koma und zahllosen Hauttransplantationen kam vor ein paar Tagen die erlösende Nachricht, dass das Schlimmste überstanden ist, und sie nun aufwachen darf.1 Auch wenn jetzt ziemlich sicher ist dass sie überlebt - sie wird mit aller Wahrscheinlichkeit nie wieder so aussehen wie vorher. Vielleicht wird sie ein Leben lang auf die Hilfe anderer angewiesen sein.
Auch wenn ich diese Frau nicht kenne und auch vor dem Unfall ihr Blog nicht gelesen habe - ich freue mich gerade nur dass sie lebt. Und ich hoffe die Wunder ihrer Genesung hören nicht auf.

Das Leben kann sich so schnell so dramatisch ändern. Für einen selbst, und für alle anderen. Es kann von einer Sekunde zur nächsten sogar zu Ende sein, ohne dass wir viel daran ändern könnten. Mir selber hat diese Geschichte gezeigt, dass ich jeden Tag an dem ich aufwachen darf und gesund bin weitaus mehr schätzen sollte als ich es gerade tue. Dass ich diese kostbaren Tage auch nicht einfach so verplempern, sondern sie gut und sinnvoll ausfüllen sollte. Denn wer weiß schon wieviele mir noch bleiben bis ich abgerufen werde?

Also habe ich mir für November vorgenommen 30 Tage nicht nur zu kleckern, sondern zu klotzen. Ich bin die letzten Wochen in einen ziemlich ungesunden Trott geraten, fürchte mich vor allerlei albernen Sachen2 und kriege nichts auf die Reihe. Ungesund. Zeit- und Geldverschwendung. Ich werde das ändern.

  1. Wer mehr lesen möchte: Die Nie Recovery Seite; Artikel bei AZ central; Das Blog ihrer Schwester Courtney
  2. Hauptsächlich vor meinem Briefkasten, weil mein Körper es noch nicht so ganz gepeilt hat dass vom Prüfungsamt nichts mehr kommt.
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kurswechsel

So 100% sicher bin ich mir zwar gerade nicht ob ich meine Schreibblockade nun wirklich überwunden habe, aber vielleicht kann ich sie ja auch dadurch vertreiben dass ich nun eher weiß wohin die Reise mit diesem Blog in Zukunft gehen soll. Ich schreibe in letzter Zeit unter anderem deswegen so wenig, weil ich nicht einfach nur erzählen will was ich denn den ganzen Tag so getan habe. Das fand ich schon in anderen Blogs immer reichlich langweilig. Viele Dinge die mir aber gerade im Kopf herumgehen kann und will ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht der theoretischen Weltöffentlichkeit präsentieren, und dann bleibt nicht mehr viel übrig zum Bloggen.

Ich lese am liebsten Blogs die mir persönlich etwas geben. Inspiration, Tips oder einfach nur eine Erweiterung des Horizonts. Und deswegen habe ich beschlossen mehr in diese Richtung zu Rudern. Kann sein dass sich damit der Stil etwas ändert, dass es nicht mehr so 100% persönlich hier ist… dafür kann man dann vielleicht mehr aus den Postings ziehen als nur gute Unterhaltung.

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